Hannover, 07. Mai 2026 — Am Donnerstagabend hat die Initiativgruppe des Jugendparlaments Hannover ihren letzten gemeinsamen Abend gefeiert. Mit dabei: Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Stadtverwaltung, Menschen, die den Weg begleitet haben, und ein Raum voller Emotionen. Denn dieser Abend war beides zugleich: ein Abschied und ein Aufbruch.
Vier Jahre für eine Idee
Es begann vor rund vier Jahren mit einer schlichten Überzeugung: Junge Menschen in Hannover verdienen ein echtes Mitspracherecht in ihrer Stadt — kein symbolisches Gremium, kein Beirat ohne Konsequenzen, sondern ein Jugendparlament mit echten Rechten. Eine Gruppe junger Hannoveranerinnen und Hannoveraner machte sich daran, genau das zu erkämpfen. Sie schrieben Satzungsentwürfe, führten Gespräche mit der Verwaltung, vernetzten sich mit anderen Jugendgremien in Niedersachsen und ließen sich von langen politischen Prozessen nicht entmutigen. Die Initiative war nie starr — sie war lebendig. Immer wieder kamen neue Gesichter dazu, brachten frische Energie, neue Ideen, neue Perspektiven. Und ja, manche gingen auch wieder — das Leben junger Menschen ist im Wandel, Schule, Ausbildung, Umzug. Aber die Idee blieb. Und mit ihr der Kern einer Gruppe, die nicht aufgehört hat zu glauben, dass es möglich ist.
Heute, nach vier Jahren, können wir sagen: Es hat sich gelohnt.
Das Jugendparlament Hannover wird kommen — mit Rede- und Antragsrecht in den städtischen Ausschüssen, mit Stimmrecht im Jugendhilfeausschuss, mit eigenem Budget und organisatorischer Eigenständigkeit. Für alle jungen Menschen in Hannover zwischen 12 und 22 Jahren.
Der Abend
Die Feier am 7. Mai war keine große Gala — das hätte auch nicht zu uns gepasst. Es war ein ehrlicher Abend unter Menschen, die gemeinsam etwas bewegt haben. Dass Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung gekommen sind, hat uns berührt. Es war ein Zeichen: Die Stadt hat zugehört. Wir sind gehört worden.
Es gab Momente an diesem Abend, in denen man die vergangenen vier Jahre regelrecht spüren konnte — die Hürden, die Zweifel, aber vor allem die Gemeinschaft, die dabei gewachsen ist. Wir sind stolz. Auf jeden einzelnen Menschen, der Teil dieser Initiative war.






Der Förderverein — die Brücke in die Zukunft
Damit das Jugendparlament nicht nur entsteht, sondern auch wächst, gibt es seit einem Jahr den Förderverein Jugendparlament Hannover. Er wurde gegründet, um die Initiative strukturell zu stützen — und er bleibt. Während die Initiativgruppe ihre Arbeit heute beendet, übernimmt der Förderverein die Verantwortung, das JuPa auf seinem weiteren Weg zu begleiten und zu unterstützen. Die Arbeit geht weiter, sie trägt jetzt nur einen anderen Namen.
Jetzt bist du dran — die erste Wahl 2026
Die erste Wahl zum Jugendparlament Hannover findet vom 21. bis 26. September 2026 statt. Wenn du zwischen 12 und 22 Jahren alt bist und in Hannover wohnst, kannst du wählen — und du kannst kandidieren. Wer sich aufstellen lassen möchte, meldet sich bis zum 31. Juli 2026 unter:
Mach davon Gebrauch. Dieses Parlament gehört euch.
Danke
Dieser Moment gehört all denen, die mitgemacht, mitgedacht, mitgekämpft haben — in Ausschüssen, auf Instagram, im Haus der Jugend jeden Donnerstag um 17:30 Uhr. Ihr habt bewiesen, dass 20 Prozent falsch liegen: Persönliches Engagement verändert etwas. Hier, in Hannover, nachweislich.
Die Initiative endet. Die Bewegung nicht.
Zeitungsartikel:
HAZ (20.05.2026) : https://www.haz.de/lokales/hannover/hannover-bekommt-sein-erstes-jugendparlament-alle-infos-zur-wahl-2026-YA5SNWDBAZFTLBQ23RIQSDWWNQ.html?outputType=valid_amp